Gary Clark Jr. und der Geist von Charley Patton

Kürzlich durfte er als Gitarrist mit den Rolling Stones auf der Bühne stehen – eine Ehre, die gemeinhin nur Musikern widerfährt, die Jagger & Co. ihrem Publikum ans Herz legen wollen. Tatsächlich vereinen sich Tradition und Moderne in kaum einem jungen Rockmusiker derzeit eindrucksvoller als in Gary Clark Jr. aus Austin, Texas. Die New York Times sah in ihm gar den neuen Hendrix. Maßlos übertrieben, natürlich, aber doch nicht ganz falsch. Denn wie einst auch Hendrix gelingt Clark in seiner Musik etwas, das sehr, sehr lange nicht zu hören war: Er vermählt den düsteren Geist des Blues mit der postmodernen Gegenwart.
In den Songs seines Debütalbums “Blak And Blu” (Warner) führt er wie selbstverständlich das Vermächtnis von Charley Patton, Muddy Waters und Charlie Mingus zusammen mit dem Spirit des Neo Soul, den modernen Produktionstechniken des HipHop und sogar gemäßigten Anklängen ans Metal-Genre. Dabei ist der Mann, der aussieht wie eine Kreuzung aus Marvin Gaye und Lenny Kravitz, ein großartiger Songwriter und Sänger.
Im März live in Berlin und München.

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