Zehn Alben, die mein Leben veränderten

Mein Freund Hollow Skai hat mich nominiert – ich tue also, was zu tun ist, und liste hier zehn Platten, die mein Leben verändert haben. Natürlich nicht unbedingt die tollsten, besten oder vom Kanon der Kritik abgesegneten Meisterwerke. Aber eben zehn von denen, die mein kleines Leben auf ihre ganz besondere Weise bereichert, manchmal gar auf den Kopf gestellt haben. God bless the makers!

1. Pop History / The Who
Danach war nichts mehr wie zuvor: Ich gab meine Leichtathletik-Karriere auf, verkaufte die Spikes-Sportschuhe und investierte den Erlös in The Who…

2. German Rock Scene Vol. 2 – Various Artists (Jane, Neu!, Emergency, Guru Guru u.a.)
Sonderbare Musik, aber ausnahmslos aus Deutschland West. Ein Leben jenseits von ZDF-Hitparade, Disco, James Last und Juliane Werding schien also möglich.

3. Bless It’s Pointed Little Head – Jefferson Airplane
Auf dem Cover war Bassist Jack Casady als schlafender Zecher zu sehen – so also sah das gelobte Land der Hippies aus: „Rock Me Baby“!

4. Exile On Main St. – The Rolling Stones
Gekauft 1972 – und aussortiert. Erst später, zwischen Clash, Pistols und Ruts, verstand ich: der verstörendste Gruß, den uns Dionysos je zukommen ließ.

5. Misfits – The Kinks
„Lola“, „You Really Got Me“, gut und schön. Für mich aber war der wirkliche Ray Davies der von „Misfits“ und „Rock & Roll Fantasy“ – ein trauriger Clown.

6. Highway 61 Revisited – Bob Dylan
Eine von diesen Platten, die schon alt waren, als ich sie entdeckte, und von deren Texten ich nichts verstand. Aber ich wusste sofort: Der Typ hat recht.

7. All Mod Cons – The Jam
„Down In The Tube Station At Midnight“ – drei englische Rotzlöffel zeigten mir, dass frühe Kinks, Stones, Who und der heilige Zorn des Punk zusammengehörten.

8. Darkness On The Edge Of Town – Bruce Springsteen
Der Messias aus New Jersey, so war zu hören. Ich ahnte, er war gut, wusste nur nicht warum. Bis ich „Darkness“ hörte.

9. Für usszeschnigge – BAP
Rock mit deutschen Texten hatten schon andere gemacht. „Verdamp lang her“ und „Waschsalon“ aber ermutigten mich, es selbst zu versuchen.

10. Five Days In July – Blue Rodeo
Sie machten da weiter, wo Eagles und Poco in den Siebzigern stehengeblieben waren – ein Trost inmitten von Eurodance-Trash und Mariah-Carey-Balladen.

Jetzt würde ich mich freuen, die Listen von folgenden zehn Leuten zu sehen:
Franz Halbritter, Ekki Maas, Christoph Leim, Thomas Passmann-Engel, Bernd Hocke, Wolfgang Hertel, Roderich Fabian, Anja Caspary, Hagen Liebing, Michael Lohrmann.

 

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